NYC Praktikum

Tipps fürs Praktikum

01: Immer sofort auf E-Mails antworten

Die Amerikaner sind deutlich kommunikativer als die Deutschen. Auch wenn es bei uns schon keinen guten Eindruck macht, lange für die Beantwortung von Nachrichten zu brauchen- in den USA geht das einfach gar nicht. Nach einem Tag sollte eine E-Mail in der Regel beantwortet sein, am gleichen Tag ist noch besser, nach 2 Tagen noch ok und drüber ist peinlich.

02: Dresscode beachten

Wenn das Praktikum näher rückt sollte man sich über den Dresscode der Firma informieren.

Formal/Professional: Entspricht in etwa dem deutschen gehobenen Bürostandard, also Anzug mit Krawatte für den Mann und Kostüm/Hosenanzug für die Frau. Wer es genau wissen guckt hier nach.

Business Casual: Etwas lockerer. Hier gibt es von Unternehmen zu Unternehmen auch größere Unterschiede. Wichtig ist: Niemals Jeans tragen, immer eine Stoffhose. Mit einer Bluse/einem Hemd für obenrum kann man zudem nichts verkehrt machen. Ein netter Pullover (kein Sweatshirt) ist auch vollkommen ok. Die meisten don’ts werden schon durch den gesunden Menschenverstand geklärt, hier aber auch da nocheinmal eine Übersicht.

03: Amis richtig deuten

Amerikaner und Deutsche unterscheiden sich bei der Kommunikation teilweise erheblich. Amerikaner drücken sich meist indirekt aus. Direkte Kritik findet man selten. So steckt also auch nicht hinter jedem "Good Job" wirklich eine tolle Leistung. Man sollte schon genauer zuhören, um festzustellen, ob das Geleistete jetzt gut, spitze oder so naja war. Im Gegenzug sollte man natürlich auch nicht wie ein Holzfäller gleich direkte Kritik äußern. Da wären die meisten Amerikaner doch eher überrascht und würden sich doch tendenziell angegriffen fühlen.

Genauso ist es bei Einladungen. Direkte Ablehnungen einer Einladung gelten auch hier wieder als unhöflich. Man muss irgendwie die Balance finden zwischen "ich würde natürlich sterben um dabei zu sein" und "leider, leider, leider geht es da gerade nicht." Eine Kollegin von mir hat sich zum Beispiel einmal mit folgender sinngemäßer Antwort aus der Affaire gezogen: Sie wäre definitiv absolut dabei und freue sich auch schon total auf den Ausflug, außer, wenn das Wetter am entsprechenden Wochenende gut sein sollte, dann könne sie leider nicht. (Es war Juli).

Von Deutschen wird diese Form der Kommunikation oft als heuchlerisch und verlogen angesehen. Deutsche gelten bei den Amis dafür häufig als zu direkt.

Sicher gibt es bei den Amis wie auch bei den Deutschen stärkere und schwächere Vertreter des jeweiligen Stereotyps. Man sollte sich aber auf jeden Fall bei neuen Kontakten erst einmal (für das Problem sensibilisiert) vortasten und schauen, wie der Andere so tickt.

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