Dass New York aus den folgenden fünf Boroughs besteht, die
sich wiederum
in viele kleinere Neighborhoods unterteilen lassen, ist dir
wahrscheinlich mittlerweile (oder schon immer) ein
Begriff…und wenn nicht, weißt du‘s
jetzt.
Manhattan
Brooklyn
Queens
Staten
Island
Bronx
Das East Village gehört zu den erschwinglicheren Vierteln in Manhattan und wird daher von vielen jüngeren Leuten bewohnt. Hierhin hat es auch noch nicht die ganz großen Touristenmassen verschlagen, weshalb die meisten netten kleinen Bars und Restaurants hauptsächlich von New Yorkern aufgesucht werden. Großes Manko des East Villages ist allerdings die schlechte Subway-Anbindung. Wenn man sich die Übersichtskarte der Subway anschaut, ist ein großes Loch im Bereich des East Villages nicht zu übersehen und das wirkt nicht nur auf der Karte so. Außerdem sollte man wissen, dass es im East Village schon auch noch etwas schummrige Ecken gibt, die nachts etwas unheimlich erscheinen können. Davon abraten sich ein Zimmer in der Gegend zu suchen, würde ich aber auf keinen Fall.
Midtown ist das Zentrum Manhattans- nicht nur topographisch betrachtet. Hier finden sich Times Square, Rockefeller Center, Empire State Building, die Shopping Meile der 5th Avenue, Madison Square Garden und dementsprechend zahlreiche Hotels für die Touristen. Zudem liegt in der 34th Street die Penn Station, in der täglich tausende Pendler aus New Jersey und Long Island ankommen. Die Straßen hier sauber zu halten ist aufgrund der Menschenmassen eigentlich unmöglich. Hier ist New York wie man es sich vorstellt. Laut, voll, bunt, manchmal etwas stinkend und niemals langweilig. Allzu enge dunkle Gassen sollte man vor allem im äußersten Westen Midtowns jedoch trotz aller Sicherheit immer noch mit Vorsicht genießen.
In der Upper East Side sitzt das Geld. Na gut, ganz sicher nicht nur hier, aber auch ganz besonders hier. Entsprechend gepflegt ist die Gegend. Jedes Haus hat einen Portier, auf den Bürgersteigen gibt es Miniblumenbeete und abends werden die Wege mit Wasser abgespült, damit es immer schön sauber bleibt. Von New York merkt man gegen Abend jedoch nicht mehr viel – es ist erschreckend ruhig. Ob das nun ein Vor- oder Nachteil ist, muss wohl jeder selbst entscheiden.
Jamaica hat in den letzten Jahren viel durch gemacht. Während es in den 60er Jahren dank seiner Einkaufsstraße noch blühendes Zentrum von Queens war, ist es seitdem immermehr verkommen und in den 80er Jahren gefährlich abgerutscht. Der Rapper 50 Cent ist beispielsweise in Jamaica aufgewachsen, seine Mutter wurde hier erschossen. Auch wenn Jamaica sich wieder etwas erholt hat: Von derartigen Vorfällen liest man in den lokalen Medien noch immer. Meist sind es - so klischeehaft das auch klingt - verfeindete Straßengangs, die sich etwas antun, Außenstehende sind weniger gefährdet. Trotzdem sollte man das Viertel bei Dunkelheit lieber meiden. Tagsüber kann man einen Ausflug in die Einkaufsstraße wagen und nach quietschbunten 10$-Schuhen Ausschau halten. Für ein sicheres Gefühl sorgen hierbei zahlreiche Polizisten, die die Straßen im Griff zu haben scheinen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass man als Deutscher auf jeden Fall die Aufmerksamkeit auf sich zieht, da das Viertel von Afro-Amerikanern geprägt ist.
Staten Island ist durch und durch mit kleinen typisch amerikanischen Häuschen bebaut, die sicherlich einen gewissen Charme haben. Zu beachten ist, dass Staten Island nicht an das Subway System angebunden ist. Man ist also auf die kostenlose Staten Island Ferry angewiesen, die allerdings 24 Stunden/7 Tage die Woche fährt. Normalerweise fährt die Fähre alle 30 Minuten, zu Zeiten der Rush Hour allerdings sogar jede Viertelstunde und nachts stündlich.
Der kürzest mögliche Aufenthalt ist ein Trip mit der Fähre hin und zurück, um einen Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline Manhattans zu erhaschen. Wer etwas mehr Zeit hat, kann sich von der Promenade neben der Fährstation auch noch länger den Blick auf Manhattan gönnen. Dort stehen auch beiden Schwingen des Staten Island Memorial mit den Namen der Staten Islander, die ihr Leben am 9/11 verloren haben - auf Staten Island wohnen nämlich viele der New Yorker Polizisten und Feuerwehrmänner. Gerade im Sommer gibt es auf Staten Island einige Plätze, die Erholung für geplagte Großstädter bieten. Nach wenigen Minuten Busfahrt mit dem S40 erreicht man "Snug Harbor", das sich selbst als "New York's most unexpected and extraordinary cultural destination" bezeichnet. Tatsächlich überrascht einen das große und vor allem sehr gepflegte Parkgelände, besonders hervorzuheben ist etwa der Chinese Scholar Garden - der einzige traditionelle chinesische Garten in den Vereinigten Staaten. Die Strände Staten Islands sind wohl nur den Inselbewohnern bekannt, überfüllt sind sie nämlich nur selten. Mit einem Bus Richtung Süden kommt man zum Beispiel schnell zum South Beach oder Midland Beach. Neben der langen Strandpromenade beeindruckt der Blick auf die Verrazano Bridge, die Staten Island mit Brooklyn verbindet und bei ihrer Eröffnung der Golden Gate Bridge in San Francisco den Titel der längsten Hängebrücke abluchste.